Die Liteville Historie

Die interessante Entstehungsgeschichte der Liteville-Bikes habe ich bei einer gemeinsamen Bikeausfahrt im Allgäu mit einem der beiden Entwickler von Liteville, Michi Grätz, erfahren dürfen. Keine Ahnung, ob sie euch auch interessiert, aber ich denke, wer sie kennt, versteht auch die Produkte von Liteville besser. Und der Rest überliest es einfach.

Angefangen hat alles bei der seit vielen Jahren bekannten Edelschmiede Syntace im bayrischen Tacherting. Der Eigentümer und Entwickler Jo Klieber ist wie Michi selbst auch ein begeisterter Mountainbiker. Als Tüftler und Radfahrer in Personalunion entdecken die beiden ständig Verbesserungspotenzial bei ihren Mountainbikes. Während sie Neuerungen in ihre Syntace-Produkte (Vorbauten, Lenker und Sattelstützen) sofort einfliessen lassen können, ist das beim Rahmen des Bikes nicht möglich. Deshalb bitten sie immer wieder verschiedene Bikehersteller, doch einige Verbesserungen und Änderungen in ihre Bikes zu integrieren. "Technisch nicht machbar", "Wirtschaftlich völlig unrentabel und unsinnig", "Kein Markt dafür vorhanden" sind die Argumente, die sie immer wieder zu hören bekommen. Ihr Wunsch nach einem besseren Mountainbike bleibt also ungehört und so beschließt Michi Grätz in seiner Freizeit einen Rahmen für sich selbst zu bauen. 

Mit völlig neuen Ideen und bisher unverwirklichten Detaillösungen entstehen die ersten Prototypen und Jo und Michi sind vom Ergebnis so begeistert, dass sie auch andere Radfahrer probieren lassen. Obwohl die Bikes nur für den Eigengebrauch geplant waren, entsteht sehr rasch eine enorme Nachfrage und man überlegt eine Kleinserie aufzulegen. Als eigenständige Marke Liteville wird das erste Bike mit dem Namen 301, also das 301 MK1, aus der Taufe gehoben. Schnell ist die erste Serie als Geheimtipp und Testsieger ausverkauft und die Erfolgsgeschichte des Liteville 301 hat begonnen.

Während andere Hersteller ihre Räder fast jedes Jahr völlig neu erfinden und so einen künstlichen Kaufanreiz schaffen und zum Wertverlust des gerade eben erstandenen Geländerades beisteuern, gilt bei Liteville das Prinzip der ständigen Evolution. Das von Beginn an bahnbrechende Design wird durch neue Ideen und neue technische Möglichkeiten zwar von Serie zu Serie (MK = Mark (englisch) = Version) kontinuierlich verbessert und optimiert, ist aber im Grunde immer noch dasselbe Bike. 

Im Jahr 2008 ist dann noch die voll tourentaugliche DH-Waffe 901 dazu gekommen und 2011 wird das 601 auf den Markt gebracht. Damit deckt Liteville in einem sehr breiten Bereich alle Anforderungen von echten Allround-Bikes fürs Gelände ab. Bei den einzelnen Beschreibungen der Rahmen versuchen wir euch die unterschiedlichen Charaktere deutlich zu machen.

Großes Bild vom 301 MK1